Jerzy Stuhr

Jerzy Stuhr , geb. 1947 in Krakau ist  Film- und Theaterschauspieler, Professor für Kunst und  Regisseur. Er schloss Polonistik an der Jagiellonen- Universität und die Fakultät für Schauspielkunst an der Staatlichen Theaterhochschule in Krakau ab. Seine Arbeit als Schauspieler begann er im Stary Teatr in Krakau. Einem weiten Publikum in Polen  wurde er Mitte der 70- er Jahre bekannt, als er zusammen mit Bodusław Sobczuk die Fernsehsendung aus der Reihe „ Spotkanie z Balladą“ ( Begegnung mit der Ballade) moderierte. In den Jahren 1990- 1996 und 2002- 2008 war er Rektor der Staatlichen Theaterhochschule in Krakau. Seit 2006  gehört er zum Programmrat der Stiftung“ Centrum Twórczości Narodowej“ („Zentrum des Nationalen Schaffens“). Er ist auch Ratsvorsitzender der Stiftung- Pfarrer  Józef Tischner Krakauer Hospiz für Kinder. Diese Einrichtung unterstützt er seit 2004.  Im Jahre 1994 erwarb er den Professorentitel. Stuhr kreierte viele herausragende  Theater- und Filmrollen. Zu seinen bekanntesten Theaterrollen gehören u.a. die Rolle des Kontrabassisten in Süskinds „ Der Kontrabass“, die Rolle  des Sekretärs  in „ Lebenslauf“ von Kieślowski, die Rolle von Pjotr Werchowenskij in „ Böse Geister“ von Dostojewski, die Rolle von Piotr Wysocki in „ Die Novembernacht“ von Wyspiański, die Rolle von AA in „ Emigranten “ von Mrożek, die Rolle von Horodniczy in „ Der Revisor “ von Gogol, die Rolle von Porfirj Pietrowitsch  in „ Verbrechen und Strafe“ von Dostojewski, des Königs Richard in „ Richard III“ von Shakespeare im Ludowy Teatr in Krakau.  Zu seinen  bekanntesten Filmrollen gehören: die Rolle von  Maksymilian Paradys in „ Sexmission”, Jan Piszczyk in „ Bürger Piszczyk“, Lutek Danielak in „ Der Conferencier“, Adam Borowski in „ Tydzień z życia mężczyzny“ ( „Eine Woche aus dem Leben eines Mannes“) und viele andere. Zu seinem Schaffen gehören Regiearbeiten. Er führte Regie bei „ Korowód” ( „Der Reigen“), „ Pogoda na jutro” („ Das Wetter von Morgen“), „ Duże zwierzę“ („ das Große Tier“), „ Tydzień z życia mężczyzny“ („ Eine Woche aus dem Leben eines Mannes“), „ Historie miłosne“ ( „Liebesgeschichten“), „ Spis cudzołożnic“ („ Die Auflistung der Konkubinen“), „ Richard III.“ Jerzy Stuhr synchronisiert auch  Zeichentrickfilme und spielte u.a. Shrek sowie Gargamel in den „Schlümpfen“. Er ist auch Autor von Buchpublikationen und Träger  zahlreicher Preise und Auszeichnungen. 1997 wurde er mit dem Kommandeurkreuz des Ordens Polonia Restituta für seine herausragenden  Verdienste für die nationale Kultur,  im Jahre 2005 mit der Goldenen „Gloria – Artis“ -Medaille für kulturelle Verdienste,  2011 mit dem Kommandeurkreuz mit Stern des Ordens Polonia Restituta für herausragende Verdienste für die polnische Kultur, für sein künstlerisches Schaffen und pädagogische Tätigkeit und 2012 mit dem  „Honoris Gratia”- Orden ausgezeichnet.