Łukasz Pawlik

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Łukasz Pawlik gehört zur Generation junger Musiker, die ihre künstlerische Laufbahn mit dem Anbruch des neuen Jahrhunderts begannen, d.h. in der Zeit des globalen Inspirationsaustausches und geschmackvoller Zusammenschlüsse, die es früher nicht gegeben hat. Diese zeitgenössische Atmosphäre, die sowohl den Alltag als auch die virtuelle Welt durchdringt, mischt sich mit Werten, die er vom Elternhaus vermittelt bekam und mit Hingabe für individuelles Schaffen, Achtung vor Ausführungskunst und wahre Demut gegenüber der Tradition. Er wurde 1983 in einer Familie mit tiefen musikalischen Wurzeln geboren. Die Familie ist   ununterbrochen künstlerisch aktiv, offen für weite Musikbereiche- von Jazz bis zur sinfonischen Klassik. Seit dem 7. Lebensjahr spielt er Cello und Klavier. Er komponiert, arrangiert und verbindet dabei sein Interesse an der klassischen Kammermusik mit der Leidenschaft für Jazz- Klavier, die er gemeinsam mit seinem Vater – Włodek Pawlik teilt. Umfassendes Wissen, das er an Hochschulen in Polen, in den USA und in Deutschland erlangte, steht mit seinen musikalischen Leidenschaften im Einklang und erlaubt ihm bewusst eigene musikalische Wege zu gehen- von kleinen Projekten bis  zum Jazzalbum des Autorenensembles „Kattorna“. In persönlichen musikalischen Inspirationen beschäftigt sich  Ł. Pawlik  mit Stilfusion, ständigem Denken an die Änderung  der starren Formen und an die Anpassung der Klangfarben und Rhythmen, die sich von unterschiedlichen Stilistiken herleiten,  um eine eigene Sprache zu schaffen. Wie er selbst zugibt,  begeisterte er sich immer für Verbindungen- Zusammenstöße von verschiedenen Klängen, Pulsen und  Ausführungstraditionen, die er auf Platten von J. Coltrane, C. Corea, J. Pastorius, M. Brecker oder P. Metheny fand. Seine Leidenschaft für Jazz- Piano begann  mit  Improvisationen  im modalen Jazz von McCoy Tyner. Dann begeisterte er sich für die Leistungen von T. Monk, B. Evans, H. Hancock und L. Mays und entfaltete  seinen individuellen Klavier- und Kompositionsstil, der unter dem großen Einfluss der Musik von K. Komeda steht. Sein ständiger Kontakt zur klassischen Musik durch jahrelange Begeisterung für Bach, Mahler oder  Schostakowitsch hatte wiederum einen großen Einfluss auf seine Werke und machte ihn für Feinheit  der musikalischen Faktur und Harmonie sensibel. Diese Ergebnisse kann man gegenwärtig auf zwei CDs hören, die „Kattorna“ in den Jahren 2007 und 2010 aufgenommen hat.